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Rechnung nach Österreich: Was Freelancer wissen müssen

Stand: 29.03.2026

Österreich ist als Nachbarland mit gleicher Sprache ein naheliegender Markt für Freelancer. Die drei wichtigsten Regeln: Pflichtangaben nach §11 UStG einhalten, Reverse Charge bei B2B mit UID-Nummer anwenden und die MwSt-Sätze kennen (20% / 10% / 13%).

Pflichtangaben auf der Rechnung

Nach §11 UStG muss eine Rechnung enthalten: Vollständiger Name und Adresse beider Parteien, UID-Nummer des Rechnungsstellers, Rechnungsnummer und -datum, Leistungsbeschreibung mit Zeitraum, Nettobetrag, MwSt-Satz und -Betrag (oder Hinweis auf Steuerbefreiung) sowie Bruttobetrag.

Für Kleinbetragsrechnungen bis EUR 400 brutto gelten vereinfachte Regeln. Ab EUR 10'000 brutto muss zusätzlich die UID-Nummer des Empfängers auf der Rechnung stehen. Fehlende Pflichtangaben gefährden den Vorsteuerabzug deines Kunden.

Praxisbeispiel

Du bist Grafikdesigner und stellst einer GmbH in Wien eine Rechnung über CHF 3'000 für ein Branding-Projekt. Dein Kunde hat eine UID-Nummer (ATU...). Reverse Charge greift: Rechnung ohne MwSt ausstellen. Auf der Rechnung muss stehen: «Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers (Reverse Charge, Art. 196 Richtlinie 2006/112/EG)».

Österreich und Deutschland haben sehr ähnliche Rechnungsanforderungen, da beide auf der EU-Mehrwertsteuer-Richtlinie basieren. Der Hauptunterschied: andere MwSt-Sätze und die UID-Nummer statt USt-IdNr. Mappli generiert die korrekte Zahlungsreferenz und den Reverse-Charge-Hinweis automatisch.

MwSt-Sätze und Reverse Charge

Österreich hat drei MwSt-Sätze: 20% (Normalsatz), 10% (ermässigt, z.B. Lebensmittel, Bücher, Personenbeförderung) und 13% (z.B. Blumen, Tierfutter, kulturelle Veranstaltungen). Als Freelancer, der Dienstleistungen an österreichische Unternehmen erbringt, ist der MwSt-Satz meist irrelevant, da Reverse Charge gilt.

Reverse Charge Kurzregel: Dein Kunde ist ein Unternehmen mit UID-Nummer (ATU...)? → Rechnung ohne MwSt, mit Reverse-Charge-Hinweis. Rechtsgrundlage ist §19 Abs. 1 UStG (Österreich). Du musst dich nicht in Österreich für MwSt registrieren.

Was Mappli für dich erledigt

Wenn du über Mappli eine Rechnung an einen österreichischen Kunden erstellst:

  • Reverse-Charge-Hinweis wird automatisch eingefügt, wenn dein Kunde eine UID-Nummer hat
  • Zahlungsreferenz (SCOR) wird aus deiner Rechnungsnummer generiert
  • IBAN und BIC werden korrekt formatiert für österreichische Banken
  • Rechnung kann auf Deutsch oder Englisch erstellt werden

Quellen

  • UStG (Österreich)Volltext des österreichischen Umsatzsteuergesetzes auf RIS (Rechtsinformationssystem des Bundes). ris.bka.gv.at
  • BMFInformationen des Bundesministeriums für Finanzen zur Umsatzsteuer in Österreich. bmf.gv.at
  • SCOR / ISO 11649Struktur und Prüfziffernberechnung der strukturierten Zahlungsreferenz nach ISO 11649. Finance Finland (PDF)
  • Reverse Charge (EU)EU-Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie: Art. 196 zur Steuerschuldumkehr bei B2B-Dienstleistungen. EUR-Lex

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Rechnungen nach Österreich, automatisch korrekt

Mappli kennt die österreichischen Rechnungsanforderungen und passt Pflichtangaben, MwSt und Zahlungsreferenz automatisch an.

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