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Rechnung nach Deutschland: Was Freelancer wissen müssen

Stand: 29.03.2026

Deutschland ist für viele Freelancer der wichtigste Auslandsmarkt. Die drei wichtigsten Regeln: Pflichtangaben nach §14 UStG einhalten, Reverse Charge bei B2B mit USt-IdNr. anwenden und die richtigen MwSt-Sätze kennen (19% / 7%).

Pflichtangaben auf der Rechnung

Nach §14 UStG muss eine Rechnung folgende Angaben enthalten: Vollständiger Name und Adresse beider Parteien, Steuernummer oder USt-IdNr. des Rechnungsstellers, Rechnungsnummer und -datum, Leistungsbeschreibung mit Zeitraum, Nettobetrag, MwSt-Satz und -Betrag (oder Hinweis auf Steuerbefreiung) sowie Bruttobetrag.

Für Kleinbetragsrechnungen bis EUR 250 brutto gelten vereinfachte Regeln: Name und Anschrift des Rechnungsstellers, Rechnungsdatum, Leistungsbeschreibung und Bruttobetrag mit MwSt-Satz reichen aus. Fehlende Pflichtangaben gefährden den Vorsteuerabzug deines Kunden.

Praxisbeispiel

Du bist Webdesigner und stellst einer GmbH in München eine Rechnung über CHF 5'000 für ein Webprojekt. Dein Kunde hat eine USt-IdNr. (DE...). In diesem Fall: Rechnung ohne MwSt ausstellen, da Reverse Charge greift. Auf der Rechnung muss stehen: «Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers (Reverse Charge, Art. 196 Richtlinie 2006/112/EG)».

Hat dein Kunde keine USt-IdNr. (z.B. Privatperson)? Dann stellst du als Freelancer trotzdem ohne deutsche MwSt. Du bist nicht in Deutschland steuerpflichtig, sofern du keine Betriebsstätte dort hast. Mappli generiert die korrekte Zahlungsreferenz und den Reverse-Charge-Hinweis automatisch.

MwSt-Sätze und Reverse Charge

Deutschland hat zwei MwSt-Sätze: 19% (Normalsatz, gilt für die meisten Dienstleistungen) und 7% (ermässigter Satz, z.B. Bücher, Lebensmittel, Hotelübernachtungen). Als Freelancer, der Dienstleistungen an deutsche Unternehmen erbringt, ist der MwSt-Satz für dich meist irrelevant, da Reverse Charge gilt.

Reverse Charge Kurzregel: Dein Kunde ist ein Unternehmen mit USt-IdNr.? → Rechnung ohne MwSt, mit Reverse-Charge-Hinweis. Dein Kunde führt die MwSt in Deutschland selbst ab. Du musst dich nicht in Deutschland für MwSt registrieren.

Was Mappli für dich erledigt

Wenn du über Mappli eine Rechnung an einen deutschen Kunden erstellst:

  • Reverse-Charge-Hinweis wird automatisch eingefügt, wenn dein Kunde eine USt-IdNr. hat
  • Zahlungsreferenz (SCOR) wird aus deiner Rechnungsnummer generiert, damit dein Kunde die Zahlung zuordnen kann
  • IBAN und BIC werden korrekt formatiert für deutsche Banken
  • Rechnung kann auf Deutsch oder Englisch erstellt werden

Quellen

  • UStG (Umsatzsteuergesetz)Volltext des deutschen Umsatzsteuergesetzes mit allen Rechnungspflichtangaben (§14 UStG). gesetze-im-internet.de
  • BZStInformationen des Bundeszentralamts für Steuern zur Umsatzsteuer und USt-IdNr.-Prüfung. bzst.de
  • SCOR / ISO 11649Struktur und Prüfziffernberechnung der strukturierten Zahlungsreferenz nach ISO 11649. Finance Finland (PDF)
  • Reverse Charge (EU)EU-Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie: Art. 196 zur Steuerschuldumkehr bei B2B-Dienstleistungen. EUR-Lex

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Mappli kennt die deutschen Rechnungsanforderungen und passt Pflichtangaben, MwSt und Zahlungsreferenz automatisch an.

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